Spontane Nähidee, eine Amy von Pattydoo

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch meine Amy von Pattydoo zeigen. Das Schnittmuster schlummert schon länger auf meiner Festplatte. Vor ewigen Zeiten hatte ich mich für den Newsletter bei Pattydoo angemeldet und für die Anmeldung bekommt man das Schnittmuster Amy. Vernäht habe ich den Paisley von Hamburger Liebe, der von Alles für Selbermacher produziert worden ist. (Ich glaube, der wird im Moment nachproduziert) Auch dieser Stoff schlummerte schon länger in meinem kleinen Stofflager. Wie das halt bei Stoff- und Schnittmustersüchtigen Menschen so ist. Manches schlummert still und heimlich in seiner Ecke bis irgendwann die passende Idee dazu kommt. Geplant war vor allem aus dem Stoff etwas ganz anderes. Aber so ist das im Nähleben.

Auf die Idee beides zu kombinieren bin ich gestern gekommen. Schon länger wollte ich mir ein Raglansweatshirt ohne Kapuze nähen. Und manchmal müssen Ideen gleich umgesetzt werden. So hab ich dann gestern abend das Schnittmuster gedruckt und geklebt. Und danach den Stoff zugeschnitten. Ich finde ja es gibt nichts besseres als am nächsten Tag direkt mit dem nähen loslegen zu können. Heute bin ich dann an meinem freien Tag gemütlich aufgestanden, hab mir erst einen Kaffe gegönnt, damit ich auch schön wach bin und hab mich dann ans nähen gemacht.

 

 

Amy von Pattydoo

Amy von Pattydoo

Genäht habe ich in Größe 40. Wie immer bei Schnittmustern lege ich vor dem Ausschneiden ein Schnittmuster, das gut sitzt auf. Ich komme dann mit der Größenauswahl besser zurecht. Würde ich nach der Maßtabelle gehen, müsste ich Größe 44 nähen.

Halsausschnitt

Halsausschnitt

 

Allerdings würde ich bei richtig dickem Sweat oder weniger Elastan eine Nummer Größer nähen. Für mich sind ja Kleidergrößen nur Zahlen. Hauptsache ist doch man fühlt sich wohl!

Ärmelbündchen Detailbild

Ärmelbündchen Detailbild

Und hier noch zwei Tragebilder:

 

dsc_8596-kopie

Das bin ich

Ich muss sagen, meine Amy trägt sich super. Ist mega bequem und deshalb hab ich sie auch gleich anbehalten, auch wenn der Paisley von Hamburger Liebe nicht so megawarm für das angekündigte Schneechaos ist. Dann kommt halt noch ne Strickjacke drüber. Und der Frühling kommt ja auch bestimmt!

Rückenansicht

Rückenansicht

 

Gut, dass ich von dem Stoff etwas mehr bestellt habe. Ich hab auf jeden Fall noch genug Stoff um mir ein Sweatshirt mit Teilung zu nähen. In Rot schlummert der Paisley auch noch in meinem Stofflager und wird denke ich bald auch vernäht werden.

Und nun weil heute Donnerstag ist und ich für mich genäht habe, geht der Beitrag auch zu RUMS.

 

So bis bald ihr Lieben

Eure Steffi

 

 

 

Raffrollo, eine kleines Tutorial

Hallo ihr Lieben,

ich habe es endlich geschafft, ein Raffrollo für unser Wohnzimmer zu nähen. Gut, dass wir ja auch erst 8 Wochen in der neuen Wohnung sind. Aber Pflichtaufgaben mochte ich noch nie, auch nicht wenn sie mit meinem Lieblingshobby zu tun haben.

Ich habe ein bisschen mit fotografiert und werde euch erklären, wie man ein Raffrollo näht.

Starten wir mit den Nähzutaten:

  • Stoff, beachtet hierbei, dass wenn euer Fenster breiter ist als die Stoffbreite, dass ihr euch für ein Muster entscheidet, das man um 90° drehen kann. Warum erklär ich gleich
  • die Schiene mit Klettband
  • Halterungen für die Schiene
  • Flauschband
  • Schlaufenband, eine ganze Menge
  • Kordel, wirklich viel
  • Gardinenringe
  • Schnurbeschwerer
  • Gewichtstange

 

Als erstes müsst ihr euer Fenster ausmessen. Ich habe heute die Schiene aus der alten Wohnung verwendet, die war 164cm und steht nun knapp 10cm rechts und links neben Fenster über. Ich persönlich finde das schick so und ich musste keine neue kaufen. Normalerweise liegt Stoff bei 150cm breite. Da ich ein einfaches Karomuster verwendet hab, das auch gut um 90° gedreht werden kann macht das nichts. Deshalb achtet bitte unbedingt bei eurer Musterwahl darauf. Vor allem wenn ihr aus dem gleichen Stoff noch andere Vorhänge nähen wollt. Alternativ könntet ihr auch zwei Stoffbahnen zusammen nähen. Ich würde dann die Naht genau mittig im Rollo setzen.

Nun messt ihr die Länge des Rollos, also bis dahin wo das Rollo ungefähr enden soll. Dieser Länge gebt ihr 3x15cm hinzu. Die braucht ihr um am Schluss 3 Dekofalten zu haben. Bei mir sollte das Rollo bei ca. 70cm von der Schiene aus enden. Also brauchte ich als Endmaß 115cm. Außerdem müsst ihr noch die Nahtzugabe dazurechnen und den Tunnel für die Stange, die unten reinkommt. Ich hab da 3cm für berechnet. Insgesamt habe ich 122cm benötig, da ich aber lieber in 5er Schritten arbeite habe ich auf 125cm erhöht. Lässt sich einfach besser abmessen und am Ende fallen die 3cm nicht auf. ;o)

Nach dem ganzen messen und berechnen kommt der Zuschnitt und ihr habt dann ein schönes Rechteck vor Euch liegen. Meins war nun 170cm breit, mit 2,5cm Nahtzugabe (ja das ist zum Schluss 1cm als die Schiene) und 125cm lang.

Der fertige Zuschnitt

Nun wird genäht. Als erstes habe ich die drei Schnittseiten mit der Overlock versäubert, das geht natürlich auch mit der Nähmaschine. Das Versäubern verhindert, dass der Stoff bei der nächsten Wäsche nicht ausfranst.

Versäubern der Schnittkanten

Nach dem Versäubern habe ich die beiden Seiten um meine Nahtzugabe umgebügelt und abgesteppt.

 

Als nächstes kommt das Schlaufenband an die Reihe. Man sollte ca. alle 30-40cm ein Schlaufenband aufnähen, damit am Ende zwischen den Falten nichts durchhängt. Ich habe 5 Schlaufenbänder aufgenäht. Die beiden äußeren ca. 6cm vom Rand. Und danach konnt ich mich am Musster orientieren und habe alle 5Kästchen (36cm) ein Band aufgenäht. Karomuster eignen sich hervorragend, da muss man nicht immer wieder den Abstand vom Rand bzw von Schlaufenband zu Schlaufenband abmessen, da kann man sich wunderbar an den Karos orientieren. Ich habe meine Schlaufenbänder mittig zwischen zwei Karos aufgenäht. Das Band wird knappkantig rechts und links auf die Linke Stoffseite aufgesteppt. Es gibt übrigens auch Schlaufenband zum aufbügeln, sehr praktisch. Gab es nur leider nicht im Laden.

Schlaufenband festgesteckt

knappkantig steppen

Nach dem Schlaufenband habe ich den Tunnel für die Gewichtstange genäht, dafür habe ich erst die Nahtzugabe umgebügelt und dann das ganze nochmal um 3cm umgeschlagen. Auch hier habe ich knappkantig abgesteppt.

Nun wird das Flauschband aufgenäht. Wieder wird erst die Nahtzugabe umgebügelt. Darauf das Schlaufband befestigt. Ich habe mir da mit den Wonder Clips von Snaply beholfen. Stecknadeln bekommt man kaum durch das Flauschband. Auch dieses wird knappkantig oben und unten festgesteppt. Von den beiden Schritten habe ich kein Foto gemacht, aber ich denke eure Fantasie reicht aus, um euch diese Schritte vorstellen zu können.

Das Raffrollo ist fast fertig.

Bevor die Kordeln eingezogen werden. Müssen noch an jedem Schlaufenband oben und unten, also am Tunnel für die Stange und am Flauschband die Gardinenringe mit der Hand angenäht werden.

Gardinenringe festnähen

Zum Schluss knotet ihr an jeden Ring am Tunnel eine Kordel fest und zieht diese durch die Schlaufen des Schlaufbandes und dann nochmal durch alle folgenden Ringe. Hier hilft ein Stopfnadel unheimlich. Und dann geht man mit der Kordel noch mal bis ungefähr zur Mitte des Rollos, da könnt ihr dann die Bänder abschneiden.

Kordel festknoten

Jetzt nur noch mal drüber bügeln und dann kann das neue Raffrollo aufgehangen werden. :o)

Nun kommt die Gewichtstange unten in den genähten Tunnel. Die kann man übrigens auch gut in der Gartenabteilung kaufen und dann ist man deutlich günstiger. Zum Schluss folgt nur noch die schwierige Aufgabe den Schnurbeschwerer an die Kordeln zu fummeln. Und das auch noch so, dass man ihn bei gewünschter Länge nicht sieht. Gar nicht so einfach! Deshalb macht man das am besten zu Zweit.

Das Rollo noch in Form zupfen, fertig!

Fertig!

Ich hatte einen etwas festen Baumwollstoff vom Möbelschweden verwendet, da lassen sich leider die Falten noch nicht so ausformen. Ich hoffe, das gibt sich, wenn das Rollo ein Weilchen hängt.

 

Ich hoffe, euch gefällt meine kleine Anleitung. Und ich finde, da das Rollo in unserem Wohnzimmer auch für mich ist geht der Beitrag jetzt noch schnell zu RUMS.

 

Bis bald Eure Steffi

Sindri oder auch mein erstes Rums

Hallo ihr Lieben,

Ich bin Steffi alias Toni van Nihe. Schon lange habe ich davon geträumt einen eigenen Blog zu haben. Im Rahmen eines wundervollen Probenähens bei Nikkolet von Schwalbenliebe habe ich mich nun endlich getraut. Es ist alles noch ein wenig im Rohbau, aber nach und nach wird diese Seite liebevoll gestaltet und angepasst.

Nun aber zum eigentlichen Thema:

Seit heute ist nun der wundervolle Rucksack Sindri von Schwalbenliebe online. Das Ebook bekommt ihr hier.

Ganz spontan habe ich mich zum Probenähen beworben, es stand mein Urlaub vor der Tür und Nikolett fragte, für wen wollt ihr den Rucksack nähen und was bedeutet Heimat für euch? Für wen war klar, für mich. Und Heimat ist da, wo man mich versteht, wo meine Liebsten sind, wo ich mich wohl fühle. Und dann wurde ich doch glatt ohne Bewerbungsfoto oder eigene Seite genommen. Wahnsinn, ich hab mich riesig gefreut.

Die Idee hinter Sindri ist, immer ein Stück Heimat bei sich zu haben. #velkominheim

Es gibt zwei Größen, leider habe ich es bisher nur geschafft die Kleine Größe zu nähen. Ideal für Kinder, aber auch für Erwachsene um ein paar Kleinigkeiten mitzunehmen. Vernäht habe ich einen Taschenstoff von Swafing, Baumwollstoff, Dekopatches aus Snappap außerdem habe ich Volumvlies H640 aufs Futter und S320 auf den Außenstoff gebügelt. Ich finde das macht zusammen einen tollen Stand.

 

Sindri Vorderansicht

Sindri Vorderansicht

Das Design vorne machen vor allem die Dekorativen Schlaufen aus und der Reißverschluss zur vorderen Tasche, der auch längst vernäht werden kann. Hier habe ich Hosenträgerklipse verwendet. Außerdem habe ich innen auf die Schlaufen H630 gebügelt.

 

Sindri Rückenansicht

Sindri Rückenansicht

Die Schulterschlaufen werden mit Schrägband versäubert. Aber ich glaube Schrägband und ich werden keine Freunde mehr.

 

Sindri Ansicht von oben

Sindri Ansicht von oben

Oben habt ihr einen Reißverschluss über die gesamte Länge, so kommt man gut an alles ran. Wer möchte kann bei diesem Rucksack noch Seitentaschen annähen. Ich hab darauf verzichtet, da ich die eh nur höchst selten nutze. Überhaupt sind eurer Kreativität hierbei keine Grenzen gesetzt.

 

Sindri Weihnachtsgruß

Sindri Weihnachtsgruß

 

Hier noch ein kleiner Weihnachtsgruß!

Der Große ist übrigens schon zugeschnitten. Der muss noch unbedingt bis zur ersten Januar Woche genäht werden, da gehts nach Wien. Und für einen Städtetrip kann man einen Rucksack immer gut gebrauchen.

Und weil dieser Rucksack nur für mich ist, werde ich auch gleich zum ersten Mal zu RUMS verlinken.

 

Bis bald

Eure Steffi

 

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